Zum Vortrag von Jürgen Keddigkeit, Institut für Pfälzische Geschichte und Volkskunde Kaiserslautern

Am letzten Donnerstag fand der Vortrag von Jürgen Keddigkeit zu

Queichtalsperren im März 1945? Kriegsende und Befreiung in der Südpfalz

statt.
Die Rheinpfalz kündigte den Vortrag an, auch die Antenne Landau wieß auf die Veranstaltung hin. Erstmals hat auch das Institut für Pfälzische Geschichte in Kaiserslautern unseren Vortrag beworben. Langsam aber sicher wird unsere Vortragsreihe also bekannt. Der diesmalige Referent Jürgen Keddigkeit arbeitet seit 1983 als Abteilungsleiter des Instituts für Pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern. Seine Forschungen umfassen die pfälzische Landeskunde, Burgen und Klöster und den Zweiten Weltkrieg.
Es kamen trotz des eiskalten Wetters wieder knapp 30 Gäste. Jürgen Keddigkeit hat ohne Manuskript über eine Stunde referiert, mit stupendem Detailwissen. Er konnte anhand vieler Graphiken und Originalfotos darstellen, warum die Lauter- und Queichlinien auch im 2. Weltkrieg noch eine große strategische Bedeutung hatten und bis zum vollständigen Rückzug der deutschen Truppen über den Rhein nicht von den Alliierten eingenommen werden konnten.
Er widmete sich auch der Frage, ob es in der Pfalz eine „Stunde Null“ gab, einen wirklichen Neubeginn nach der Besetzung durch die Siegermächte? Durch sein jahrelanges Quellenstudium und viele Zeitzeugeninterviews konnte er nicht ohne Ironie antworten: „Mittwochs rückten die Amerikaner von Westen her in Kaiserslautern ein, Donnerstags kam wie geplant ab 7:30 die Müllabfuhr“ – was die in vielen Forschungsarbeiten aufgeworfene Frage nach einem wirklichen Neuanfang für die Pfalz beantwortet.
Nach dem Vortrag wurde Jürgen Keddigkeit von vielen Zeitzeugen und Fachkollegen mit Fragen bestürmt. Er hat also nicht nur für uns Festungsinteressierte, sondern auch für ein weiteres Publikum ein hochinteressantes Thema angesprochen.
Die Veranstaltung hätte ohne das Engagement von Peter Weiler, der Stühle und Gläser besorgen konnte und Lothar Schmidt, der Getränke spendete nicht in diesem Rahmen stattfinden können. Beiden sind wir zu Dank verpflichtet und hoffen, dass sich für die kommenden Vortragsabende weitere Spender finden.
Jürgen Keddigkeit erklärte sich nach dem Vortrag dazu bereit, in unserer Vortragsreihe weitere Termine zu übernehmen und schlug als Themen südpfälzische Burgen und mittelalterliche Befestigungsanlagen vor. Wir dürfen also gespannt sein…

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